Ob ein Jetski-Dock oder ein Davit besser zu Ihrer Yacht passt, hängt vor allem davon ab, wie Sie unterwegs sind. Ein Davit hebt den Jetski aus dem Wasser und nimmt ihn mit auf die Reise; ein schwimmendes Dock hält ihn am Ankerplatz direkt am Heck bereit, ohne Kran und ohne Last auf der Badeplattform. Auf größeren Yachten schließen sich beide nicht aus: Der Davit ist für die Überfahrt da, das Dock für die Tage vor Anker.
Was ein Davit leistet
Ein Davit ist ein Schwenkkran am Heck oder auf dem Oberdeck, mit dem ein Beiboot oder ein Jetski an Bord gehoben wird. Sein großer Vorteil: Während der Fahrt steht der Jetski trocken und gesichert an Deck, er muss nicht geschleppt werden, und im Hafen ist er aus dem Wasser. Ähnlich arbeitet eine hydraulische Badeplattform, die sich zum Wasser absenkt und den Jetski aufnimmt.
Dafür verlangt ein Davit Platz und Planung. Er wird fest montiert, oft mit verstärktem Unterbau, und seine zulässige Last muss zum Gewicht des Jetskis passen. Auf vielen Motoryachten steht der Jetski dann auf der Badeplattform oder dem Vordeck und belegt genau den Platz, an dem sonst gebadet oder gesonnt wird. Jedes Heben und Absetzen braucht ruhiges Wasser, eine helfende Hand an der Leine und etwas Übung, denn eine schwingende Last am Haken verzeiht keine Unachtsamkeit. Wer den Jetski am Ankerplatz mehrmals am Tag nutzt, merkt schnell, wie viel Zeit dabei vergeht.
Was ein schwimmendes Dock leistet
Ein schwimmendes Jetski-Dock bleibt im Wasser und wird mit Leinen am Heck festgemacht. Der Jetski fährt langsam auf, liegt dort fest und gleitet zum Ablegen sanft wieder herunter, was Rumpf und Antrieb schont. Es gibt nichts fest zu montieren, die Badeplattform der Yacht bleibt frei, und wer nur kurz eine Runde fahren will, ist sofort unterwegs.

Das C-Dock ist mit 200 x 150 cm die kompakte Lösung für einen Jetski, einen Seabob oder ein E-Foil. Für zwei große Jetskis gibt es den Jet Ski Duo Park 4.10 m: Er misst 410 x 300 cm und hat zwei getrennte Arme, sodass jedes Gerät seinen eigenen Platz hat und keines am anderen scheuert. Beide Jetski-Docks bestehen aus 0,9 mm PVC mit Drop-Stitch-Gewebe, sind UV- und salzwasserbeständig und lassen sich über das AirLink System mit Plattformen zu einer größeren schwimmenden Basis verbinden.
Die Grenzen sind ebenso klar. Ein Dock ist für die Zeit vor Anker gedacht, in ruhigem, geschütztem Wasser. Kommt Wind auf oder läuft Schwell in die Bucht, gehören Jetski und Dock an Bord oder an einen sicheren Liegeplatz. Für die Überfahrt zur nächsten Insel ersetzt es also keinen Platz an Deck, aber es erspart Ihnen das ständige Heben im Lauf des Tages.
Welche Yacht welche Lösung braucht
Für Yachten, die fast täglich den Ankerplatz wechseln, bleibt ein Davit oder eine absenkbare Badeplattform die Grundlage, weil der Jetski unterwegs an Bord sein muss. Ein Dock lohnt sich hier trotzdem, sobald Sie mehrere Tage in derselben Bucht liegen: Der Jetski wird einmal abgesetzt und bleibt dann griffbereit am Heck, bis Sie weiterfahren.
Wo kein Davit vorgesehen ist oder am Heck der Platz dafür fehlt, ist das Dock oft die einzige Lösung, die ohne Umbau auskommt. Das gilt für viele Segelyachten und Katamarane, aber auch für Motoryachten, deren Badeplattform frei bleiben soll, weil dort gebadet wird. Wer zwei Jetskis dabeihat, gibt beiden mit dem Duo Park einen festen Platz am Heck, statt sie an Leinen hinter der Yacht treiben zu lassen.
Für beide Lösungen gilt dieselbe Regel: Ist jemand am Heck im Wasser, laufen weder die Maschinen der Yacht noch das Strahlruder, und wer mit dem Jetski an- oder ablegt, fährt im Schritttempo und behält die Schwimmer im Blick. Welche Leinen und Festmachpunkte ein Dock braucht, erklärt unsere Kaufberatung im Teil Verbinden und Festmachen.










