Die Ionischen Inseln sind mit der Yacht das ruhigere Griechenland: Die Wege zwischen den Inseln sind kurz, die Buchten liegen dicht beieinander, und der Wind kommt im Sommer meist erst am Nachmittag. Wer für den kommenden Sommer ein Revier ohne lange Überfahrten sucht, findet zwischen Korfu, Lefkas, Meganisi, Ithaka und Kefalonia Tage, die selten mehr verlangen als einen gemütlichen Schlag nach dem Frühstück.
Kurze Schläge, viele Buchten
Anders als in der Ägäis, wo zwischen den Kykladen viel offenes Wasser liegt, reiht sich im Ionischen Meer eine Insel an die nächste. Das Herz des Reviers ist das Seegebiet zwischen Lefkas, Meganisi, Kalamos, Kastos und dem Festland, das wegen seiner Abdeckung nach fast allen Seiten wie ein großer Binnensee wirkt. Von Nidri auf Lefkas sieht man morgens schon die grünen Hänge von Meganisi, und bis zur ersten Bucht ist der Kaffee an Bord manchmal noch nicht ausgetrunken.
Weiter südlich liegen Ithaka mit dem tief eingeschnittenen Naturhafen von Vathy und Kefalonia mit Fiskardo, wo die alten Häuser bis an die Kaimauer reichen. Im Norden ist Korfu der Ausgangspunkt, mit Paxos als Ziel für ruhige Tage. Von Norden erreichen Sie Lefkas durch den Kanal mit der Drehbrücke; wann sie öffnet, erfahren Sie in der Marina von Lefkas oder im aktuellen Revierführer.
Der Rhythmus des Tages
Im Sommer ist der Morgen im Ionischen Meer oft fast windstill. Gegen Mittag setzt der Maestro ein, ein Nordwestwind, der bis in den Abend weht und dann wieder einschläft. Eigner, die hier länger unterwegs sind, richten ihren Tag danach: früh ablegen, über Mittag in einer Bucht liegen, nachmittags mit dem Wind weiter oder einfach bleiben.

Viele Tavernen haben einen eigenen Steg oder einige Bojen, an denen Sie festmachen dürfen, wenn Sie abends dort essen. Das ist keine Vorschrift, sondern eine gelebte Abmachung, und sie funktioniert gut, solange man vorher fragt. In beliebten Häfen wie Fiskardo oder Kioni auf Ithaka wird es in der Hauptsaison am späten Nachmittag eng. Wer dort liegen will, ist früh da oder hat eine Bucht in der Nähe als Plan B.
Badepause in der Bucht
Die schönsten Stunden liegen zwischen dem Ankern und dem Maestro. Das Wasser über den hellen Kiesgründen liegt still, und vom Ufer her zirpen die Zikaden in den Olivenbäumen. Für diese Stunden lohnt sich ein Board an Bord: Mit dem Luna 10’6” SUP-Board paddeln Sie in Ecken der Bucht, in die keine Yacht fährt, an Felsen entlang und zu kleinen Kieselstränden, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Das Allround-Board misst 320 x 80 cm, gibt auch Einsteigern einen sicheren Stand und kommt als Set mit Paddel, Pumpe, Finne und Rucksack. Für einen zweiten Paddler an Bord gibt es weitere SUP-Boards in derselben Bauweise.
Am Heck liegt dann die Premium Teak Platform 2.05 m, quadratisch mit 205 x 205 cm: Badestufe, Sonnenplatz zum Trocknen und Ablage für das Board zwischen zwei Runden. Ihre Oberfläche in Teakoptik ist kein Holz; nach einer Woche mit Salz und Sonne genügt es, sie mit Süßwasser abzuspülen.
Bevor jemand ins Wasser geht, sind Motoren und Antriebe aus, und die Plattform hängt mit eigenen Leinen an geeigneten Punkten am Heck, so wie es die Kaufberatung zum Festmachen beschreibt. Holen Sie Plattform und Board an Bord, sobald der Maestro auffrischt und Schwell in die Bucht läuft; sie gehören ins ruhige Wasser des Vormittags, nicht in den Nachmittagswind.
Mit Landleine in der Bucht
In den Buchten von Meganisi, etwa in Abelike oder Port Atheni, liegen die Yachten im Hochsommer dicht. Dort ist es üblich, mit Anker und Landleine zu liegen, damit alle Platz finden und niemand im Kreis schwojt. Nehmen Sie eine lange, schwimmfähige Leine mit und jemanden, der sie zum Ufer bringt; mit dem Board geht das bequemer als mit dem Beiboot.

Manche Buchten und Küstenabschnitte stehen unter Schutz, etwa wegen der Seegraswiesen oder, weiter südlich bei Zakynthos, wegen der Meeresschildkröten. Wo geankert werden darf, ändert sich von Saison zu Saison; was gerade gilt, sagen die aktuellen Hinweise der Hafenbehörde. Der Anker gehört auf die hellen Sandflecken, nicht in die dunklen Seegrasfelder, und dort hält er ohnehin besser.
Bildnachweis
- Alf van Beem, CC0, Wikimedia Commons










